Zu ihrem 25jährigem Jubiläum hatte sich die Brandenburger Band Keimzeit etwas ganz besonderes einfallen lassen.

Sechs Sonderkonzerte sollte es geben, in denen nicht weniger als die gesamte Bandgeschichte musikalisch und personell auf die Bühne gebracht werden sollte. Da wir beide diese Band mögen, klang das sehr verlockend.

Das letzte dieser 6 Konzerte fand am 07.07.2007 in Dresden, genauer gesagt im Hof von „Tante Ju“ statt. Glücklicherweise hatten wir an diesem Wochenende sowieso direkt neben Dresden ein Zelt bezogen, weswegen wir gar nicht anders konnten, als dieses Konzert zu besuchen. Die Ankündigung von mindestens 3 Stunden Livemusik versprach einen richtig guten Keimzeit-Abend.

(Fotoquelle:www.elektrofeld.de)

Das Konzert begann in der Stammbesetzung von Keimzeit. Damals noch als reine Familienband gegründet, präsentierten die bis dato zur Band gehörenden Leisegang-Brüder Norbert, Hartmut und Roland, gemeinsam mit ihrer inzwischen Bohn heißenden Schwester Marion überwiegend englischsprachige Songs aus der Zeit ihrer ersten Auftritte auf Familienfeiern und Kleinfesten. Die ca. 1000 Fans, die sich vor der Bühne eingefunden hatten, fanden gefallen daran und warteten auf das, was da noch kommen würde.

Der Abend wurde von nun an zu einer mehr oder weniger chronologischen Zeitreise, während der sich nach Ralph Benschu, Ulrich Sende und Mathias Opitz immer mehr ehemalige und derzeitige Mitglieder der Band auf die Bühne gesellten, und sich so teilweise bis zu 11 Musiker gleichzeitig auf der Bühne befanden.

In den 3 Stunden bekam wirklich jeder seine Einsatzzeit und den ehemaligen Mitgliedern wurde auch Gelegenheit gegeben, Songs aus ihrem derzeitigen Musikerleben vorzutragen.

Meine Erwartungen wurden vollends erfüllt, denn ich bekam ein echtes Best-Off all meiner Keimzeit-Lieblingssongs. Ganz besonders gefreut hat es mich, die Songs der Alben „Singapur“ und „Irrenhaus“ mal wieder mit der vollen Begleitung von 3 Blechbläsern zu hören. Für mich sind die Alben, die zu Beginn der 90er Jahre entstanden, nach wie vor die besten Keimzeitalben … sicherlich auch, weil da eine Menge persönliche Erinnerungen dran hängen. Ungeachtet dessen mag ich auch den ein oder anderen neuen Song, wie zum Beispiel „Das Projektil“. Und so gab es auch von den neuen Songs die besten zu hören.

Vor der Bühne herrschte wie immer entspannte Wohlfühlatmosphäre und es machte Spaß, dem knappen Dutzend bei ihrem virtuosen und teilweise improvisiertem musizieren zuzuschauen. Das sahen auch viele andere Zuschauer so, weswegen die Band erst nach zwei extralangen Zugabenrunden (u.a. „Flugzeug ohne Räder“) in den Feierabend entlassen wurde.

Ach so: Es war toll!

Ort: Dresden, Tante Ju

Datum: 07.07.2007

Eintritt: 25,- € (Abendkasse)

Zuschauer: ca. 1000

Link: Band-Homepage




Ähnliche Beiträge:
  1. “Keimzeit” live, Frühlingsfest Jena – 28.05.2010
  2. Highfield 2007: Vor der Reise
  3. Eleni Mandell im Objekt