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Eleni Mandell im Objekt 5, 11.05.2009

Eleni Mandell im Objekt 5, 11.05.2009

Nach langer Zeit endlich wieder im Objekt 5. Eleni Mandell, die Singer-/ Songwriterin aus den USA machte kurz vor Ende ihrer aktuellen Tournee einmal mehr hier Zwischenstopp, u.a. weil es einer ihrer Lieblingsclubs ist, wie sie an diesem Abend selbst sagt. Unterstützt wurde sie im Vorprogramm von Britta Persson nebst Band aus Schweden.
Es zeigte sich, dass es nicht ganz so voll werden würde, wie gewohnt in diesem kleinen halleschen Club mit dem ganz eigenen Charme und ausgesuchtem Musikprogramm. Am Ende waren geschätzte 50-60 zahlende Gäste anwesend.

dsc05560 Britta Persson kannte ich vorher gar nicht. Ich sah ein Video von ihr im Internet und fand es musikalisch interessant. Am gestrigen Abend betrat sie dann etwas scheu und schüchtern mit ihrer Band die Bühne und fing ohne große Vorrede an, Geschichten aus ihrem Leben zu erzählen. Das war zwischenzeitlich ziemlich experimentell arrangiert, aber insgesamt gesehen auch sehr unterhaltsam und abwechslungsreich anzuhören. Ihre klare, sphärische Stimme trug viel Gefühl in sich und hielt die Musik zusammen. Ihr Bassist wechselte zwischendurch für einzelne Songs auch schon mal zum Keyboard und der Schlagzeuger war zu einem guten Teil auch Perkussionist, der zeigte, dass ein Schlagzeug auch andere Sachen kann, als nur Krach machen. Die Musik kann ich gar nicht so recht in ein Genre stecken, aber das ist sowieso in den meisten Fällen unnötig. Man kann sie aber bedenkenfrei gut nennen. Das war ein gelungener Start in den Abend.

dsc05594 Eleni Mandell sah ich gestern bereits zum dritten Mal live. Ich hatte sie vor längerer Zeit schon einmal ein wenig genauer vorgestellt. Wer sehr speziellen Punk zu seinen Wurzeln zählt, in der Anfangszeit mit PJ Harvey verglichen wurde, bei Tom Waits in die Schule ging und kein Problem darin sieht, nach eher düster-rauen Alternative-Debütalben ein Country-Album auf den Markt zu bringen („Country for True Lovers“), dass dann, wie so ziemlich alle Alben voher, ebenfalls von der Fachpresse in höchsten Tönen gelobt wird, so jemand hat meine volle Aufmerksamkeit.
Ich schätze sie inzwischen aber nicht mehr nur für ihre Musik und ihre Stimme, sondern auch für ihre Bühnenpräsenz und Ausstrahlung bei Live-Auftritten. Es kommt immer eine spezielle Stimmung bei ihren Konzerten auf. Die meisten Gäste schauten auch diesen Abend einfach nur fasziniert-hypnotisiert dort nach vorn auf die Bühne, bestaunen die Qualität des Live-Gesangs und lassen sich von den Gefühlen vereinnahmen, die diese Stimme, unterstützt von der Musik, transportiert und auslöst.
Die Tournee dient dazu, ihr aktuelles Album „Artificial Fire“ unter anderem auch in Europa zu promoten. Bei dieser Platte besann sie sich wieder mehr auf ihre alternativen Wurzeln und dabei ist eines dieser seltenen Alben entstanden, dass immer besser wird, je öfter man es hört. So fanden sich naturgemäß hauptsächlich Songs von diesem Album in der Setlist, aber es schaffte auch eine gute handvoll alte Songs ins Programm (komplette Setlist nach dem [KLICK]), die wieder einmal eine Nuance anders interpretiert wurden, als vom Album oder früheren Auftritten gewohnt. Gefreut habe ich mich über den „Snake-Song“, weil ich den besonders mag und er mich immer irgendwie an den „Egyptian Reggae“ von J.Richman erinnert.
Mit dem neuen Album hat auch der (sehr gute Gitarrist) Jeremy Drake Gelegenheit bekommen, sich ausgiebig an Gitarre und Effektgeräten auszuprobieren und es gelingt ihm, diese Sounds auch live auf der Bühne überzeugend zu reproduzieren (Eleni: „Give him some time. It’s a very special science…“).
Die Songauswahl war sehr abwechslungsreich und vielseitig. Neben akustischen Solonummern, ruhigen Songs aus der Vergangenheit und den angesprochenen Alternative-Nummern vom neuen Album lässt es sich Eleni Mandell nicht nehmen, auch hin und wieder einen Song einzustreuen, der ihr besonders am Herzen liegt, aber zum Beispiel von der Plattenfirma mit dem Hinweis abgelehnt wurde, er wäre zu „depressing“, um aufs Album zu kommen.
Nach 17 Songs und einer Zugabenrunde mit drei weiteren Songs ist das Konzert dann vorbei und ich höre an dieser Stelle auch auf zu schreiben. Man wiederholt sich allzu leicht, wenn man über die gleichen Künstler mehrmals Konzertberichte schreibt.

Ich wünsche Eleni Mandell weiterhin den großen Durchbruch auch in Europa und hatte mit der Baroness und Freunden wieder einmal einen sehr sehr guten Konzertabend im Objekt 5.
Schaut euch Eleni Mandell unbedingt mal an, sollte sie mal in eurer Nähe spielen (13.05. München, 14.05. Wien, 15.05. Ebersee, 16.05. Wels, 17.05. Erlangen) oder kauft euch einfach ihre neue CD!

Einige Mitbringsel in Bild und Ton gibt es wie immer im Anschluss an diesen Text.

Datum: 11.05.2009
Ort: Objekt 5, Halle
Kosten: 13,-€ VVK
Homepages:
Britta Persson- LINK 1 ; LINK 2
Eleni Mandell- LINK 1
Objekt 5- LINK 1

Fotos:

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Video:

Link: BrittaPersson

Link: Eleni Mandell @ Objekt 5, Halle 11.05.2009

Link: Eleni Mandell - Snake Song @ Objekt 5 11.05.09

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Kurz-Test: TV-Stick „Win-TV HVR-900 Hybrid“ für Mac und PC

In meinem alten PC hatte ich eine uralte Fernsehkarte anno 1998 laufen. Damit konnte man in Mono analoges Fernsehen gucken und sonst nichts. Trotzdem eine recht praktische Angelegenheit, in einem kleinen Programmfenster nebenbei eine Folge „Family Guy“/ „Wer wird Millionär“/ “Dr. House“/ “Promis kochen im Wettstreit Nilpferdnasen von selbst aufgezogenen Tieren und lassen sich dabei mit Schleim überschütten“ mitlaufen lassen, ohne das es beim Web-2.0en störte.
Diese Möglichkeit vermisste ich bei meinem neuen Computer nach einigen Tagen etwas. Also kaufte ich von einem Geburtstagsgutschein spontan den „Win-TV HVR 900 Hybrid“- USB-Stick für Mac und PC, da dieser das beste Preis-Leistungs-Verhältnis versprach (64,95€). Der nachfolgende Kurz-Check bezieht sich ausschließlich auf die Verwendung mit einem Mac.

Der Stick kann sowohl analoges Kabel- oder Antennenfernsehen als auch digitale TV-Signale von einer DVB-T-Antenne verarbeiten. Damit ist der Stick sowohl für den Einsatz zu Hause als auch für den Einsatz unterwegs am Laptop geeignet. Die Ausstattung des Sticks ist sehr gut. In der Verpackung finden sich der Stick, eine leistungsstark wirkende DVBT-Antenne sowie ein Adapter mit S-Video-, Video-, und Soundausgängen (letztere als Chinch), um den Stick z.B. vom Laptop aus irgendwo an einen Fernseher oder Beamer anschließen zu können. Zwei CDs mit Software, Handbuch und Treibern für Mac bzw. PC liegen ebenfalls bei.

ANALOG

ANALOG

Beim Mac läuft die Softwareumsetzung der Fersehdaten über das Programm „The Tube“, welches sich problemlos installieren ließ. Stick eingestöpselt, mit Kabelanschluss verbunden, Eingangssignal des Sticks gewählt (Analog oder Digital) und dann konnte man auch schon den Sendersuchlauf starten. Dieser lief recht zügig durch und man erhielt im Anschluss das Fernsehbild des zuerst gefundenen Senders, sowie rechts daneben eine unsortierte Liste mit allen verfügbaren Sendern. Die Bildqualität ist allerdings nicht so berauschend: Vor allem bei großen Sichtfenstern oder gar Vollbild merkt man, dass man analoges Fernsehbild nicht unendlich vergrößern kann. Ausgangspunkt ist eben nur eine bescheidene Anzahl von horizontalen mal vertikalen Pixeln. Erschwerend hinzu kommt sicherlich, dass ich ein 5 Meter langes Billigantennenkabel verwende, weil ich kein andres zur Hand hatte.

Mag sein, dass man mit besserem und kürzerem Kabel noch

DVBT

DVBT

was rausholen kann, aber auch davon abgesehen muss man eingestehen, dass sich in der analogen Bildqualität seit 1998 nicht wirklich etwas getan hat. Für gelegentliches nebenbei Fernsehen reicht dass aus, allerdings lässt sich die Qualität der Aufnahmen, die mit The Tube möglich sind, mit diesem Argument nicht schönreden. Die Bildqualität, die die digitale DVBT-Antenne liefert, ist da natürlich wesentlich besser, allerdings ist hier die Zahl der verfügbaren Sender in den meisten Regionen Deutschlands leider immer noch stark eingeschränkt. Ich werde bei Gelegenheit mal testen, ob ich meinen digitalen Kabelreceiver zwischen Antennenanschluss und Stick schalten kann und wie das Bild dann so aussieht, sofern es überhaupt eines gibt.

Aber zunächst noch mal zurück zum Thema Sender und Aufnahme. Das Programm „The Tube“ kommt mit einem elektronischen Programmguide (EPG), der von TV-Movie.de bereitgestellt wird (andere Quellen sind in den Einstellungen einrichtbar). Das heißt, dass man neben jedem Sender in der Senderliste lesen kann, was dort aktuell läuft, sofern der Computer Zugang zum Internet hat. Weitere Detailinformationen zur Sendung, wie aus der Fernsehzeitung gewohnt, kann man direkt abrufen. Über den EPG lassen sich auch komfortabel Aufnahmen von Filmen oder Sendungen planen. Einfach gewünschte Sendung anklicken und die Aufnahme ist vorgemerkt. Das funktioniert super, allerdings müssen Mac und „The Tube“ dazu verständlicherweise laufen. In der Praxis lohnt die Aufnahmefunktion also nur, wenn man zum Beispiel parallel zu einem im Wohnzimmer laufenden Film aufnehmen will oder man am selben Tag eine späte Nachtsendung aufzunehmen wünscht und dafür in Kauf nimmt, den Computer eingeschaltet zu lassen. Für lange in die Zukunft geplante Aufnahmen (z.B. im Urlaub) ist die Aufnahmefunktion also praktisch nicht geeignet.
In meinen Augen ist es ein weiteres Manko der Aufnahmefunktion, dass nur eine Art der Aufnahme von Sendungen möglich ist, nämlich die in das programmeigene Format *.ttrec. Ich hätte mir hier einige gängigere Aufnahmeformate ala *.mp4, *.dv, *.avi oder gar Div-X gewünscht, wie das z.B. auch von gängigen Festplattenrecordern angeboten wird. So muss man seine Aufnahme von „The Tube“ aus erst mühselig, speicherplatzintensiv und zeitaufwändig in ein gängigeres Format exportieren, will man die Aufnahme später z.B. in Quick Time Pro oder iMovie zurechtschneiden und auf Datenträger bannen. Alles in allem nicht gerade ideal (Anm.: Wer ein gutes Mac-Programm kennt, das *.ttrec direkt in DivX o.ä. Formate umwandeln kann, möge sich bitte bei mir melden).
Will man die Aufnahme allerdings nur einmal anschauen und danach löschen, reicht ein Doppelklick auf die Aufnahme und das Abspielen startet dann direkt in „The Tube“. Will man die Sendung danach nicht behalten, kann man sie einfach löschen und gibt damit im Falle eines Spielfilms Gigabytes im zweistelligen Bereich für die nächste Aufnahme frei. Davon abgesehen hab ich mit meinem Kauf bislang nur den Zustand wieder hergestellt, nebenbei hin und wieder am Computer Fernsehen zu können, ohne die langen Umschaltzeiten und die Werbung in Streaming-Diensten wie Zattoo.com in Kauf nehmen zu müssen.

Noch ein Tipp zum Schluss: Für alle diejenigen, die The Tube von Front Row aus starten und (fern)bedienen wollen, gibt es auf www.nur-text.de ein nützliches Plugin (Direktlink zu Download und Anleitung (KLICK)) . Damit es funktioniert muss The Tube in der aktuellsten Version direkt unter “Programme” installiert sein. Außerdem sollte in The Tube eingestellt sein, dass das Programm im Vollbild-Modus startet. The Tube bekommt durch das Front-Row-Plugin einen Untermenu-Punkt für The Tube (siehe Titelbild).

Fazit: Bildqualität analog solala, Bildqualität DVBT super. Zum gelegentlichen Fernsehen auch dank elektronischem Programm-Guide sehr gut geeignet. Aufnahmen und alles was übers normale Fernsehen hinausgeht, sind nur mit mehr oder minder einschneidenden Einschränkungen sinnvoll nutzbar.

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Mountainbike-Trophy Goseck '09

Erst nicht, dann wieder doch, so entschloss ich mich gestern recht unentschlossen, zur MTB-Trophy nach Goseck (offizielle Seite) zu fahren. Bereits seit Samstag waren dort Radfahrer mit grober Bereifung unterwegs, um sich durch die dortigen Wälder jagend ein Rennen zu liefern. Wenn man noch ein wenig im Hinterkopf hat, wie klein das vor einigen Jahren anfing, was das White-Rock-Fahrradteam dort alljährlich organisiert, war man schon einigermaßen überrascht, was hier so los war an diesem Sonntag.
Ein internationales Starterfeld mit 90 Teilnehmern wartete im Hauptrennen, darunter auch etliche Profis und Bundesligateilnehmer, es gab musikalische Unterhaltung, Speisen und Getränke sowie ein professionell wirkendes Fahrerlager. Trotz verkaufsoffenem Sonntag und Ostermarkt waren ziemlich viele Zuschauer anwesend.
Auch die Rennen an sich waren reichlich spektakulär und gut anzuschauen. Wenn so viele Fahrer mit einem mal unterwegs sind, bleiben Stürze und Blessuren nicht aus. Besonders der extrem steilen „Olympic-Downhill“-Abfahrt fielen in der ersten Runde einige zum Opfer. Mit dem Kopf zuerst fährt man hier einen Waldweg hinab dem Saaletal entgegen und überwindet dabei in kurzer Zeit einen großen Höhenunterschied. Hier sah man waghalsige Rutschakrobatik auf höchstmöglichem Tempo. In der zweiten Runde hatte der ein oder andere dann auch schon so einige Blessuren an Knie oder Ellenbogen vorzuweisen. Ein wirklich unterhaltsamer Sport und im Gesamtpaket ein gut aufgezogenes Ereignis. Hat mir wirklich gefallen, obgleich ich keinen der Fahrer kannte und auch nicht so recht wusste, worum es da überhaupt geht (Punkte? Zeit? Platzierung? Materialtest?).
Ein paar Mitbringsel in Form von Fotos und einen Zusammenschnitt kurzer Video-Sequenzen gibt es im Anschluss an diesen Text:

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Highfield '09: Neue Bands bestätigt

Kurze Meldung: Für das Highfield wurden neue Bands bestätigt.
Neu dabei sind jetzt:

RISE AGAINST, APOCALYPTICA, WILCO, TURBOSTAAT und BADDIES.

Damit sieht das aktuelle Lineup wie folgt aus:

APOCALYPTICA | ARCTIC MONKEYS | BADDIES | CLUESO | DIE TOTEN HOSEN | FARIN URLAUB RACING TEAM | GET WELL SOON | MAXIMO PARK | PANTEÓN ROCOCÓ | RISE AGAINST | THE WOMBATS | TURBOSTAAT | WILCO |

Das ist bis dahin kein besonders gutes, aber auch kein besonders schlechtes Lineup. Über Apocalyptica freu ich mich.

Weitere Infos unter www.highfield.de

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CD-Review: Grand Duchy – Petit Fours

Was kommt dabei raus, wenn Eheleute ein Musikprojekt starten? In den meisten Fällen sicher nichts gutes, in dem Fall ist die Faktenlage zum Glück etwas anders. Schließlich handelt es sich bei dem Ehemann um niemand geringeren als Frank Black, aka Frank Black Francis, aka Frnk Blck, aka Charles Michael Kittridge Thompson IV., aka Gründer und musikalischer Kopf der „Pixies“.

Dieser hat in seiner Karriere ja nun wirklich mehr als bewiesen, dass er gute Musik erschaffen kann …und dabei durchaus vielseitig ist. Trotzdem hat er es nie geschafft, den totalen kommerziellen Durchbruch zu schaffen. Vielleicht hat er das auch gar nicht gewollt. Viel zu verquer ist sein Kopf, viel zu eigenwillig sein Umgang mit der Öffentlichkeit. Frank Black macht was er will. Schon immer.
Erst als sich die Pixies fast fünfzehn Jahre nach ihrer Auflösung zu einer Reunion-Tour zusammenschlossen und von 2005 an sämtliche großen, in der Regel ausverkauften Bühnen der Welt bespielten, machte auch Frank Black das erste Mal Bekanntschaft mit dem Massenpublikum. Umso verwunderlicher ist das, wenn man weiß, das so ziemlich jeder, der was auf sich hält, Frank Black und die Pixies in der Vergangenheit als musikalische Vorbilder nannte. Beispielhaft seien hier nur Kurt Cobain von Nirvana und Thom Yorke von Radiohead genannt.
Da das Verhältnis von Frank Black zur Pixies-Bassistin und Breeders-Sängerin Kim Deal durch die Reunion-Tour -wie man inzwischen weiß- nicht eben besser geworden ist, als bei ihrem Auseinandergehen 1991, wird die Welt sehr wahrscheinlich vergeblich auf das herbeigesehnte neue Pixies-Album warten. Also macht Frank Black weiter wie bisher und gründet ein Nebenprojekt mit seiner Frau.

„Grand Duchy“ heißt übersetzt „Großherzogtum“ und steht damit wohl für die Familie des Musikerpaares, die immerhin aus zwei Erwachsenen und fünf Kindern besteht. „Petit Fours“, ihr erstes Album, hat das Potential, diese Familie in der kommenden Zeit gut zu ernähren. Es ist ein sehr vielseitiges Album, das mit einer eher ruhigen Bluesnummer startet, dann aber viel Stoff bietet, der sich in Alternative-Diskos gut machen würde und hoffentlich auch wird. Stilistisch ist das Album schwer zu beschreiben. Blacks Frau Violet Clark mochte die Wave-Musik der 80er, Frank Black tat alles dafür, die Musik der 80er zu zerstören. So schreibt es laut.de und genau diese Beschreibung trifft das Erstlingswerk der beiden am Besten.
grandduchyDa gibt es viele elektronische Wave-Elemente, aber eben auch das schranzige, raue, das Frank Blacks Musik ausmacht. Seine Frau war früher schon auf Blacks Soloalben
zu hören und auch hier zeigt sich an der ein oder anderen Stelle, dass die Stimmen gut zusammenpassen, auch wenn Violet Clark offensichtlich keine ausgebildete Sängerin ist.
Trotzdem wird die Platte auch nach mehrmaligem Anhören nicht langweilig und ist trotz der durchaus poppig zu nennenden Zwischenphasen garantiert kein Mainstream.

„Petit Four“ ist meine Kaufempfehlung des Monats Februar.
Seit heute ist die Platte auch in Deutschland zu haben.

(Bilquellen:  laut.de / Google-Bildersuche)

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