“Boing” begannen kurz vor der Jahrtausendwende ihre Bandgeschichte unter dem Namen “Boing agrupapulci”. Mit ihrem energisch-unterhaltsamen Mix aus Ska, Funk und Crossover brachten Sie es schnell zu lokaler Berühmtheit in ihrer Heimatstadt Weißenfels, die teilweise bis heute anhält. Man zog weiter nach Leipzig und Halle, um sich einem größeren Publikum vorzustellen, räumte etliche Preise ab, wurde 2003 “Band des Jahres Leipzig” brachte es zu einer EP und einer selbst vertrieben, gut verkäuflichen kompakten Scheibe namens “All that counts somehow”. Ich hätte denen damals wirklich den “großen Durchbruch” gegönnt, doch vor 5 Jahren war dann Schluss.
Die Bandmitglieder widmeten sich ihrem Studium oder anderen Musikprojekten wie zum Beispiel Sänger Marv aktuell mit “Zen Zebra“.
Am 15.06.2011 fanden sie sich nun spontan, ausgerechnet auf dem Sommerfest der HTWK zu einem einmaligen (!?) Revivalkonzert in der alten Besetzung zusammen. Wie es dazu kam, weiß ich auch nicht so genau, aber es war für mich Anlass genug, nach Feierabend an einem Mittwoch nach Leipzig zu fahren… und für viele andere alte Fans auch.
Als Fazit des leider nur einstündigen Konzertes (das Ordnungsamt hatte Auflagen aufgelegt) bleibt ein schöner Mittwochabend in Erinnerung und vor allem die Erkenntnis, dass auch 10 Jahre alte Songs lange nach der Blütezeit des Crossover immer noch sehr gut funktionieren können. Man konnte in den Erinnerungen an weit zurückliegende, teilweise legendäre Konzertabende schwelgen und vielleicht war es auch deshalb so schön, dass alles noch mal live zu hören. Sollte es in fünf Jahren das nächste Konzert geben, ich wäre sehr wahrscheinlich wieder dabei.
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