Wie es wohl so ist, in beinahe allen mehr oder weniger tollen Hollywood-Filmen und -Serien der letzten Jahre mitgespielt zu haben?
Es gibt da einen, der es wissen muss:
(via)
Wer heute in Sachsen-Anhalt noch nicht wählen war, sollte das unbedingt noch tun.
Wählt schlau und bitte nicht extrem!
Warum? Darum!:
Das war:
Ein nettes, zweckmäßiges und günstiges Hotel namens “Eckstein” in Steglitz.
Eine U-Bahn-Fahrt nach Berlin Mitte.
Ein Nachmittag auf der Museumsinsel mit einem Besuch im DDR-Museum (, weil vor allen anderen Museen stand die halbe Welt in Zweierreihe an).
Einige ausgedehnte Spaziergänge zwischen Alexanderplatz und Hauptbahnhof.
Eine großartige Geburtstagsfeier bei Kristin.
(Mal wieder) kein Besuch in der Reichstagskuppel.
(Mal wieder) sehr schön.
Ein Western der Coen-Brüder mit Jeff Bridges in der Hauptrolle. Ein Remake eines John Wayne – Klassikers aus dem Jahr 1968. Zehn Oscar-Nominierungen, u.a. auch in den wichtigen Kategorien (Bester Film, Regie, Hauptdarsteller, Nebendarsteller). Tolle Fotos, die Jeff Bridges vom Set lieferte. Alles in allem ein Film, auf den ich mehr als gespannt war.
“True Grit” bedeutet so viel wie „echter Schneid“. Und einen Mann, der ‘echten Schneid’ hat, sucht die clevere, sehr erwachsen wirkende 14-jährige Mattie, um den sinnlosen Mord an ihrem Vater zu rächen. Sie findet und gewinnt hierfür Marshall Rooster Cogburn (Jeff Bridges), einen alten Haudegen, der es weder mit Recht und Gesetz, noch mit seinem Alkoholkonsum sonderlich genau nimmt. Hinzu stößt der etwas gelackte und von sich eingenommene Texas Ranger LaBoeuf und so macht man sich mehr oder weniger freiwillig als Dreiergespann auf die Reise in die Wildnis der südlichen USA.
„True Grit“ lässt sich viel Zeit, in schönen Bildern und historisch exakt eine klassische Wildwest-Geschichte zu erzählen. Ohne viel Spektakel und Effekthascherei werden die, coen-typisch recht verschrobenen, Charaktere vorgestellt und es entfaltet sich eine Story, die hauptsächlich von den Dialogen lebt. Die Spannung entsteht vor allem aus der Dramaturgie des Films und weniger aus den vielleicht erwarteten Action-Elementen der Story. Im Vergleich zu seinem Vorbild aus den 60er-Jahren kommt der Film ohne moralisch überzogene Schwarz-Weiß-Malerei aus. Im Gegenteil: Drei Viertel des Films weiß man nicht einmal, wer dieser Bösewicht eigentlich ist, der da gesucht wird und als er dann auf der Leinwand erscheint, wirkt er kaum schlimmer und wilder, als Marshall Cogburn selber. Auch deswegen ist der Film ernsthafter, als die meisten Wild-West-Überzeichnungen aus den 60er/70er-Jahren.
Die Coen-Brüder zeigen hier eine weitere, bislang unbekannte Fassette ihres Könnens und kommen dabei beinahe ganz ohne ihren sonst so typischen schrägschwarzen Humor aus. Sowohl Jeff Bridges als auch Haillee Steinfeld spielen ihre Rollen überzeugend und präsent und auch Matt Damon gibt einen guten Sidekick ab.
Alles in allem kein schlechter Film und auch die vielen Oscar-Nominierungen gehen irgendwie in Ordnung. Das der Film am Ende leer ausging, ist dann aber auch nicht weiter schlimm, denn sowohl die Coens, als auch Jeff Bridges haben bereits Oscars für (meiner Meinung nach) bessere und einprägsamere Werke erhalten.
Trailer:
Das finnische Elektro-Indie-Schwestern-Duo von “Le Corps Mince de Françoise” (LCMDF) hatte ich hier schon öfter.
Seit einiger Zeit sind sie nun (und irgendwie auch leider) nicht mehr zu dritt unterwegs, woran das musikalische Schaffen aber glücklicherweise keinen Schaden nahm. Nach einigen Monaten der Selbstpromotion auf allen Kanälen des Internets, zwei EPs und vor allem viel fleißigem Touren durch Europa ist es nun geschafft … die erste Langspielplatte namens “Love and Nature” erschien am 21.02.2011 zuerst bei Roughtrade.com und kann seit heute z.B. auch im deutschen I-Tunes-Store für günstige 6,99€ erworben werden.
Ich habe es getan und nach dem ersten Durchhören fände ich es schön, wenn ihr das auch tut.
Euch erwarten 12 Songs, die bis auf ein oder zwei Ausnahmen sehr gelungen sind, den Hipster- und It-Band-Stempel bedienen und die komplette Bandentwicklung bis zum heutigen Tag abdecken. Neben den Internetberühmtheiten “Ray Ban Glasses”, “Cool and bored” und “Something Golden” ist da auch viel dabei, das ich bislang noch nicht gehört hatte. Elektronisch-popige Musik von Mädchen aus Helsinki, die in Berlin leben und von England aus gemanaged werden. Pop im besten Sinn. Und ich mag den Akzent.
Zur Entscheidungserleichterung und zum Kennenlernen der Band möchte ich neben dem anderen Zeug vor allem das ARTE-Video am Ende empfehlen:
LCMDF auf Myspace LCMDF bei FacebookLive in Leipzig 2009 – Conne island (Video von mir):
“Something Golden”:
Bericht auf ARTE:
Schöner, ländlicher Fasching, bei dem sich alle viel Mühe gaben. Programm wie erwartet, Preise moderat.
GKV im Web
Einige Fotos vom Großjenaer Karneval in Kleinjena: