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Kategorie: Technik

Amazfit Bip

Auf Empfehlung meines Bruders (und weil ich bei Gearbest ein 52$-Angebot gefunden habe) habe ich mir eine Amazfit Bip Smartwatch bestellt. Diese besitze ich jetzt gut einen Monat und so wird es Zeit für ein kleines Fazit:

Positiv:

Akkulaufzeit

Nach genau 31 Tagen habe ich die Uhr mit 17% Restakku zum ersten Mal geladen. Das ist, gerade auch weil man im ersten Monat natürlich viel rumprobiert, ein imposanter Wert, wie ich finde.

GPS

Das GPS / Glonass ist recht schnell aktiv und sehr zuverlässig. Mein Bruder hat mal eine 24h-Wanderung mit GPS im Wald getrackt und es war am Ende immer noch reichlich Akku auf der Uhr. Ich selbst trackte einen Tag im Zoo Leipzig (rd. 10,5km inkl. Bootsfahrt im Gondwanaland) und verlor in der Zeit 17% Akku.

Funktionsumfang

Die Uhr bietet im Vergleich zu einer echten Smartwatch sicherlich einen eingeschränkten Funktionsumfang. Es ist aber genau das, was ich brauche, enthalten (GPS, Pulsmessung, einstellbare Push-Nachrichten aus Apps, Wetter, wechselbare Ziffernblätter) und das mit einer ziemlich einfachen Bedienung. Man kann mit der Uhr duschen und schwimmen, was bis jetzt zu keinerlei Nachteilen geführt hat.

Negativ:

Optik

Wie so oft bei Produkten aus China, sieht auch diese Uhr aus, wie der Hauptgewinn aus einem Kaugummiautomaten. Das Armband ist zudem viel zu schmal für europäische Arme. Positiv ausgedrückt ist die Uhr so häßlich, dass sie schon wieder cool ist.

Technik

Displaytechnisch und überhaupt kann die Uhr sicher auf keinen Fall mit Apple Watch, Samsungs Watch und Co. mithalten. Aber alle sich daraus ergebende Defizite werden aus meiner Sicht durch die mehr als 30tägige Akkulaufzeit mehr als wett gemacht.

Schlaftracking

Ich bin für mich zu dem Schluss gekommen, dass das Schlaftracking ziemlich unbrauchbar ist im Vergleich mit Smartwatches, die ich früher besaß. Oder ich schlafe einfach immer gleich und immer gut. Die Zeiten, in denen unsere jüngste Tocher uns in der Nacht besuchte und weckte, schlagen sich in der Schlaftracking-Auswertung zum Beispiel nur als „leichter Schlaf“ nieder. Andererseits ist hier ein Schlaftracking mit Pulsmessung überhaupt möglich. Andere Smartwatches müssen in der Nacht ans Ladegerät.

Account- / App-Bindung

Um die Uhr zu betreiben, braucht man zwingend eine Registrierung und einen Xiaomi-Account. Das ist sicherlich nicht jedermanns Sache.

Fazit:

Aus technischer Sicht und aus Sicht des Preis-Leistungsverhältnisses kann ich das Gerät uneingeschränkt empfehlen, wenn einem der gebotene Leistungsumfang ausreicht. Optisch ist die Uhr eine Zumutung und eher ein Schrittzähler auf Steroiden als eine vollumfängliche Smartwatch.

2019er IPad Air und IPad Mini mit Pencil-Unterstützung

Heute hat Apple zwei weitere IPads mit Pencil-Unterstützung vorgestellt und damit das Portfolio breiter aufgestellt.
Das kleine Ipad Mini wird als digitaler Notizblock in verschiedenen Berufszweigen seine Anwendungsbereiche finden und das IPad Air ist mit laminiertem True-Tone-Display mit 10,5“Zoll und aktuellem A12-Prozessor zwischen dem aktuellen Standard-Pad und den Pro-Pads angesiedelt. Das interessiert mich persönlich wirklich sehr. Mal schauen, was die ersten Testberichte sagen.

Dem IPad einen Stift zur Seite zu stellen, hat ihm in meinen Augen erstmals echten Sinn gegeben und eine völlig neue Dimension im mobile Computing geöffnet. Seit ich das IPad 2018 habe, nutze ich meinen normalen Computer praktisch kaum noch.
Die beiden neuen Geräte werden diese Entwicklung weiter vorantreiben. Wenn die Einschränkungen, die IOS noch mit sich bringt, weiter abgebaut werden, können viele Nutzer künftig wohl alles mit den ultramobilen IPads erledigen.
Normale PCs und Notebooks sind schon jetzt eigentlich nur noch notwendig, wenn man Spezialsoftware einsetzen muss oder aus anderen Gründen von den normalen Anwendungsgebieten eines Computers abweicht.

Bildquelle: Apple

Lumafusion im Selbstversuch

In meinem aktuellen Selbstversuch, ob ich meinen Laptop theoretisch vollständig durch mein 2018er Standard-iPad ersetzen könnte, fehlte mir noch der Test einer guten Videoschnittsoftware. Es ist jetzt beileibe nich so, dass ich ständig Videos schneiden muss, bin ja kein Youtuber. Andererseits macht man in Familie schon immer mal ein Video von unterwegs und die schneide ich gerne ein bis zweimal im Jahr zu gefälligen 15-30 Minütern zusammen, mit denen man die Omas in der Zeit zwischen Kaffeetrinken und Abendessen prima langweilen bei Familienfeiern unterhalten kann.
Dafür braucht es beileibe keine Profi-Software, die für Hollywood entwickelt wurde, aber ein paar Gimmicks können trotzdem dabei sein.

Spoiler: Lumafusion ist perfekt dafür geeignet und vor allem sehr intuitiv bedienbar, wenn man sich vorher schonmal an ähnlicher Software versucht hat. Es ist vom Leistungsumfang in etwa vergleichbar mit der Mac OS Variante von iMovie, würde ich sagen. Für die Zukunft hätte ich nichts gegen zwei oder drei Videospuren mehr einzuwenden, aber da setzt wohlmöglich die Hardwarekompatiblität (noch?) grenzen. Was mir auch gut gefällt, ist das Dateisystem. Aus den meisten Quellen, aus denen man Daten importieren möchte, kann man das auch. WLAN-Festplatte, Netzwerk, Cloud, NAS, alles kein Problem und damit in der iOS-Welt wirklich erwähnenswert.

Ansonsten gilt, was eigentlich immer gilt, wenn man das iPad statt dem Laptop zum Arbeiten benutzt. Auf dem iPad entsteht da so nebenbei an einem Fernsehabend ein kleiner Familienfilm, wo man sich sonst konzentriert an einen Schreibtisch vor einen Monitor setzen muss… als täte man das auf Arbeit nicht schon genug.

Auf dem Pad wird geguckt, gedrückt, überlegt und dann mit den Fingern geschoben und gebastelt, dass es nur so eine haptische Freude ist. Man muss sich keine Extrazeit dafür nehmen, sondern bastelt und testet nebenher, bis das Ergebnis passt. Das ist, zumindest für mich, absolut entspannend. Und man schafft was, trotz aller Einschränkungen im Vergleich zu einer teuren Desktop-Software-

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Thema von Anders Norén.