Meine Mutter wurde vor kurzem Rentnerin und nahm das zum Anlass, mich mit der Beschaffung eines neuen Laptops zu betrauen. Ich entschied mich für einen Dell G3, da meine Mutter nicht nur im Internet surft, Briefe schreibt oder Schnittmuster für ihr Näherinnen-Hobby bastelt, sondern auch gerne mal Spiele zockt. Es sollte also nicht nur ein reiner Bürocomputer sein, sondern es war auch ein wenig Spieleleistung erforderlich.

Wie ich meiner Mutter dabei Geld gespart habe, will ich kurz hier aufschreiben:

1. Ich habe den Laptop komplett ohne Betriebssystem und Software auf verschiedenen Preissuchmaschinen (guenstiger.de, idealo.de) verglichen und letztlich bei „Cyberport“ bestellt.
In meinem Fall lag der Unterschied zwischen dem günstigsten Gerät ohne Betriebssystem und dem günstigen Gerät mit Windows 10 bei 148,-€. Windows 10 bekommt man aber in Eigenleistung preiswerter in den Laptop – siehe Schritt 2.

(Bei „Cyberport“ werde ich aber trotzdem so schnell nicht wieder bestellen. Einerseits wurde der Laptop erst nach 1,5 Wochen überhaupt losgeschickt, andererseits nutzen die den DPD als Versanddienstleister und das ist die Hölle. Da Cyberport die Laptops nur für die persönliche Übergabe an den Besteller versendet, kamen wir irgendwie nicht zusammen. Es war nicht möglich, den Paketnavigator von DPD zu nutzen, um zum Beispiel eine Lieferung auf Arbeit oder eine Abgabe beim Nachbarn zu vereinbaren. Letztlich musste ich eine kostenpflichtige 0900-Nummer anrufen, um überhaupt zu meinem Paket zu kommen. Die Zustellung dauerte so eine weitere Woche. *sigh*)

2. Ich habe mir einen offiziellen Windows 10 – Lizenzschlüssel auf Ebay inklusive bootfähigem Installationsstick gekauft. Kostet je nach Tag und Händler so 20-25 €. Verkauft werden hier Lizenzschlüssel, die z.B. Firmen bei der Einrichtung ihrer Büros nicht mehr benötigt haben. Funktioniert super, es lohnt sich aber -wie immer bei Ebay- nach den Händlerbewertungen zu schauen (sollte schon >99,7% positiv sein) und im Zweifel lieber mal noch zwei Euro draufzupacken. Ich hatte meinen Stick nach drei Tagen und alles klappte super. Wie man Windows 10 von einem bootfähigen USB-Stick installiert, wird unter anderem HIER beschrieben: [LINK]

3. Ich habe mir einen Office 2016 Professionell-Lizenzschlüssel auf Ebay gekauft.
Diesen bekommt man in der Regel für unter 10,-€ per E-Mail inklusive Downloadlink für das Installationspaket zugeschickt. Hier muss man laut Internet wohl immer mal damit rechnen, dass diese Lizenzschlüssel nicht ewig funktionieren. Ich habe so einen Key auf meinem Laptop jetzt aber schon gut zwei Jahre ohne Probleme in Verwendung. Und selbst wenn man wirklich mal Pech hat, hält sich der finanzielle Verlust ja in Grenzen.
Die Durchführung ist auch hier ganz einfach. Installation starten und während der Installation den gekauften Product-Key bei Microsoft registrieren. Fortan die volle Office-Power nutzen.

So habe ich meiner Mutter einen solide ausgestatteten Laptop hinstellen können und ihr dabei locker 250,-€ gespart.