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Blutmond

Auf dem Bolzplatz

Es ist Samstag und die Hitze brennt am Kopf, obwohl ich eine Schildmütze trage. Ich bin 40 Jahre alt und stehe in neu erworbenen Fußballschuhen im Tor. Eine Verkettung von Umständen und meine leichtfertig erwähnte Fachkompetenz als Handballtorwart, die ich mir in meinem 10.Lebensjahr angeeignet hatte, führten dazu, dass ich jetzt bei den alten Herren meines Heimatdorfes meine Fußballkarriere als Torwart starte. Skuril.

Wir haben vier Kleinfeldspiele gegen lokale und überregionale Größen vor uns. Das erste Spiel verlieren wir 2:0 (beide kaum haltbar), das zweite Spiel 1:0 (ein abgefälschter, eigentlich noch leicht zu haltender Ball kommt dermaßen blöd auf dem knochenharten Platz auf, dass er ultraflach an mir vorbei ins Tor springt). Im vorletzten Spiel wird meine Mannschaft (Altersdurchschnitt jenseits der 45) stärker. Ganz ohne Punkt wollen wir dann doch nicht nach Hause. Knapp vor Schluss riecht es nach einem souveränen 0:0, wobei wir mit Abstand die meisten Torchancen hatten. Doch der Verteidigung geht die Luft aus und der beste Verteidiger ist draußen, weil das Knie unter der Bandage zwickt. So stehe ich fast mit dem Abpfiff allein gegen zwei Gegenspieler, die auf mich zutraben, mich souverän ausspielen und dann auch einnetzen. Wieder verloren.

Im letzten Spiel wartet Fortschritt auf uns. Das ist der Verein, wo man in den 90ern als langhaariges Grungekid mit Holzfällerhemd und abgetragenen Tramper-Stiefeln des Vaters nicht hingehen konnte, ohne auf’s Maul zu kriegen. Bei „langlod’chen Zecken“ (=langhaarige Freunde der universellen Menschenrechte und Kants kategorischem Imperativs) war der Kieferbruch nie weit. Und wer will schon von einem Assi in lila Pash-Jeans verprügelt werden? Jedenfalls waren die an diesem Tag nicht so schlecht besetzt. Da waren einige bekannte Spieler aus der glorreichen alten Zeit dieses städtischen Platzhirschs dabei. Und ausgerechnet in dem Spiel macht meine Mannschaft das Spiel des Turniers.

Die halbe Spielzeit ist rum, da startet unser Stürmer einen Sololauf, der zum 1:0 führt. Große Freude. Ich halte vorher und hinterher alles, was einigermaßen in Richtung Kasten fliegt und das war auch nicht allzu viel. Ich werfe mich sogar auf den Boden, um Bälle zu halten. Fortschritt besiegt. Was für ein Spaß. Ich unterhalte mich noch kurz mit Sabi, dem aus Tunesien stammenden, früheren Star der Mannschaft, den ich kenne, weil seine Frau eine Kollegin von mir ist. Dann ist Siegerehrung und in Grüppchen trinken alle noch zwei oder drei Bier zusammen.
Ein herrlicher Samstag.

Geld sparen beim Laptopkauf

Meine Mutter wurde vor kurzem Rentnerin und nahm das zum Anlass, mich mit der Beschaffung eines neuen Laptops zu betrauen. Ich entschied mich für einen Dell G3, da meine Mutter nicht nur im Internet surft, Briefe schreibt oder Schnittmuster für ihr Näherinnen-Hobby bastelt, sondern auch gerne mal Spiele zockt. Es sollte also nicht nur ein reiner Bürocomputer sein, sondern es war auch ein wenig Spieleleistung erforderlich.

Wie ich meiner Mutter dabei Geld gespart habe, will ich kurz hier aufschreiben:

1. Ich habe den Laptop komplett ohne Betriebssystem und Software auf verschiedenen Preissuchmaschinen (guenstiger.de, idealo.de) verglichen und letztlich bei „Cyberport“ bestellt.
In meinem Fall lag der Unterschied zwischen dem günstigsten Gerät ohne Betriebssystem und dem günstigen Gerät mit Windows 10 bei 148,-€. Windows 10 bekommt man aber in Eigenleistung preiswerter in den Laptop – siehe Schritt 2.

(Bei „Cyberport“ werde ich aber trotzdem so schnell nicht wieder bestellen. Einerseits wurde der Laptop erst nach 1,5 Wochen überhaupt losgeschickt, andererseits nutzen die den DPD als Versanddienstleister und das ist die Hölle. Da Cyberport die Laptops nur für die persönliche Übergabe an den Besteller versendet, kamen wir irgendwie nicht zusammen. Es war nicht möglich, den Paketnavigator von DPD zu nutzen, um zum Beispiel eine Lieferung auf Arbeit oder eine Abgabe beim Nachbarn zu vereinbaren. Letztlich musste ich eine kostenpflichtige 0900-Nummer anrufen, um überhaupt zu meinem Paket zu kommen. Die Zustellung dauerte so eine weitere Woche. *sigh*)

2. Ich habe mir einen offiziellen Windows 10 – Lizenzschlüssel auf Ebay inklusive bootfähigem Installationsstick gekauft. Kostet je nach Tag und Händler so 20-25 €. Verkauft werden hier Lizenzschlüssel, die z.B. Firmen bei der Einrichtung ihrer Büros nicht mehr benötigt haben. Funktioniert super, es lohnt sich aber -wie immer bei Ebay- nach den Händlerbewertungen zu schauen (sollte schon >99,7% positiv sein) und im Zweifel lieber mal noch zwei Euro draufzupacken. Ich hatte meinen Stick nach drei Tagen und alles klappte super. Wie man Windows 10 von einem bootfähigen USB-Stick installiert, wird unter anderem HIER beschrieben: [LINK]

3. Ich habe mir einen Office 2016 Professionell-Lizenzschlüssel auf Ebay gekauft.
Diesen bekommt man in der Regel für unter 10,-€ per E-Mail inklusive Downloadlink für das Installationspaket zugeschickt. Hier muss man laut Internet wohl immer mal damit rechnen, dass diese Lizenzschlüssel nicht ewig funktionieren. Ich habe so einen Key auf meinem Laptop jetzt aber schon gut zwei Jahre ohne Probleme in Verwendung. Und selbst wenn man wirklich mal Pech hat, hält sich der finanzielle Verlust ja in Grenzen.
Die Durchführung ist auch hier ganz einfach. Installation starten und während der Installation den gekauften Product-Key bei Microsoft registrieren. Fortan die volle Office-Power nutzen.

So habe ich meiner Mutter einen solide ausgestatteten Laptop hinstellen können und ihr dabei locker 250,-€ gespart.