Was mich schon seit einiger Weile beschäftigt und letztlich auch zu diesem Blog geführt hat, ist es, das Leben zu vereinfachen, es einfach und überschaubar zu halten.

Schon lange träume ich davon und arbeite zum Teil auch schon daran, nur noch das zu besitzen, was ich auch wirklich brauche und das dann aber in gut und langlebig.
Überflüssiges und abgelegtes Zeug wird nicht mehr in eine Schublade gesteckt nach dem Motto: „Vielleicht brauche ich das nochmal“, sondern gleich verkauft, verschenkt oder verschrottet. In 90% der Fälle empfinde ich das auch auf lange Sicht als Befreiung.

Auch in meiner Mediennutzung bin ich schon weit vorangekommen, was das betrifft. Ausgangspunkt war: Man weiß eigentlich, dass einen Medienkonsum selten glücklich macht, konsumiert aber trotzdem, um sich zum Feierabend berieseln zu lassen. Am Ende des Tages denkt man sich dann oft, nachdem man sich mal wieder über das Fernsehprogramm oder alte Männer mit Magenbeschwerden auf Facebook, Twitter und Co. geärgert hat: „Was für ein vergeudeter Feierabend“.
Viele meiner Social Media Early Adopter Accounts sind schon längere Zeit Geschichte. Tumblr, Instagram, 500px und Co. … alles gelöscht. Facebook ist kurz davor, gelöscht zu werden. Whatsapp nutze ich nur noch notgedrungen und verabschiede mich auch dort nach und nach aus allen Gruppen, die nur noch als Durchlauferhitzer für lustige Bildchen oder fragwürdige Meinungen dienen. Wer was von mir will, weiß, wo und wie er mich trotzdem findet.

Es ist ein Weg, der noch lange nich beendet ist, aber in die richtige Richtung geht, steckt man die gewonnene Zeit doch automatisch in Dinge, die ein Ergebnis haben oder in gemeinsame Erlebnisse mit Frau und Kindern, die vorher von einem Bildschirm verhindert wurden.